| « Wiki gegen Netzzensur | Neue Version der Stopp-Seite » |
Ausweitung der Zensur (II): Die Katze ist schon aus dem Sack
In "Die Hüllen fallen lassen, zweiter Teil" habe ich noch Spekulationen darüber angestellt, wann die ersten Forderungen nach Sperrung von nicht-kinderpornographischen Inhalten auftauchen.
Es dauerte gar nicht lange.
Auf der Jahresauftaktveranstaltung des Kölner Forums Medienrecht wurde laut heise.de eine Begehrlichkeit nach der anderen vorgetragen.
Heinrich Sievers, Leiter des Referats Glücksspiel im Hessischen Innenministerium, kritisierte Dienstanbieter, die lediglich die gesetzlich vorgschriebenen Sperren gegen kinderpornographische Inhalte umsetzen wollen. Sievers möchte ausländische Glücksspielangebote sperren lassen und beklagte sich darüber, dass Provider dies bisher abgelehnt hatten.
Christian Sprang, Leiter der Rechtsabteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, hätte gerne, dass Webinhalte, die gegen das Urheberrecht verstoßen, zensiert werden.
Jeder Kaninchenzüchtervereinsvorsitzende wittert nun Morgenluft und möchte Zensur für seine Zwecke umgesetzt wissen. Man darf gespannt sein, wer als nächster eine Zensurforderung anmeldet.
Trackback-Adresse für diesen Eintrag
Trackback-URL (Rechtsklick und Verknüpfungs-/Link-Adresse kopieren)
1 Kommentar
http://juliehamburg.wordpress.com/2009/04/24/warum-ursula-von-der-leyen-glucksspielseiten-nicht-sperren-wollte/
http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15790/
Der Eintrag hat ein auf Moderation wartendes Feedback...
Letzte Kommentare